Weingut Schnaitmann

Untertürkheimer Str. 4, 70734 Fellbach
Deutschland
Telefon +49 711 574616
Fax +49 711 5780803
info@weingut-schnaitmann.de

Dieser Aussteller ist Mitaussteller von
VDP. Die Prädikatsweingüter

Hallenplan

ProWein 2018 Hallenplan (Halle 14): Stand E31

Geländeplan

ProWein 2018 Geländeplan: Halle 14

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 01  Weine (nach Anbaugebieten)
  • 01.01  Europa
  • 01.01.04  Deutschland
  • 01.01.04.13  Württemberg

Württemberg

Über uns

Firmenporträt

DIE LANDSCHAFT
EIN KLEINER, SCHWÄRMERISCHER TEXT…:
Ein schöner Nachmittag im Mai. Zusammen mit Besuchern aus Berlin und Südafrika stehe ich oberhalb unseres Frühburgunderweinbergs im Fellbacher Lämmler. Zur Erfrischung habe ich Trollinger blanc de noir eingeschenkt, aber meine Gäste sind so begeistert von dem Panorama, dass sie zunächst noch gar nicht ans Probieren denken. Gegenüber thront die säulenverzierte Grabkapelle Rotenberg über dem eng auf einem Bergsattel zusammengeschachtelten Dörfchen. Zusammen mit dem rundlichen Kopf des Mönchbergs bildet sie die südwestliche Begrenzung der steilen Arena von Weinreben, die sich im weiten, leicht gewellten Halbkreis bis zu unserer Aussichtsloge am Kappelberg zieht. Dahinter kann man im Dunst die Berge der Schwäbischen Alb erahnen.

In Minutenabständen schickt die im Talkessel aufgeheizte Thermik warme Luftpakete zu uns hoch, die den Sommerduft von frisch in den Jungweinbergen verteiltem Stroh mitbringen. Im Westen gehen die Weinberge immer flacher werdend in die Obstgärten über, die hier die Stuttgarter Teilorte Untertürkheim und Bad Cannstatt umgeben. Dahinter steht die Umrandung des Stuttgarter Talkessels mit seinen hell schimmernden Villenvierteln am Killesberg. Alles strahlt eine derart frischgrüne Heiterkeit aus, dass man in diesem Moment nicht einmal als reiselustiger Deutscher woanders sein möchte.

Wenn man ein paar Schritte um die Ecke geht, kann
man Fellbach mit seiner imposanten Alten Kelter und
den genauso imposanten Bausünden aus den siebziger Jahren sehen. Und nach ein paar weiteren Metern öffnet
sich das Panorama auf die Steillagen des Remstals mit
seinen tief eingeschnittenen, aber weich modellierten
Seitentälern.

Bei der abschließenden Degustation im Weingut war es gar nicht mehr allzu schwer, die Gäste auch von unserem Wein zu überzeugen…

LAGEN, BÖDEN, REBSORTEN
Fellbacher Lämmler
Diese Lage bildet das qualitative Herzstück des Weinguts. Vom tiefsten bis zum höchsten Punkt der Weinberge sind es ca. 100 Höhenmeter. Zusammen mit der etwas unterschiedlichen Schwere und Kalkhaltigkeit der Keuperböden ergibt sich ein großes Spektrum an Möglichkeiten. Mit den Neuanpflanzungen der letzten Jahre versuchen wir, optimal darauf einzugehen. Wir wählen engere Pflanzabstände, vor allem aber auch nach Qualitätskriterien selektierte, wertvolle Klone. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Burgundersorten, Lemberger und Riesling. Aber auch die Zuwanderer Cabernet Franc, Merlot und Co., machten uns in den letzten Jahren sehr große Freude . Natürlich gibt es auch noch Trollinger und als duftige Spezialität Muskattrollinger. Die über 40 Jahre alten Spätburgunderreben, die mit durchschnittlich 25 ltr./ar die Basis für den “Simonroth”-Spätburgunder bilden, stehen auf Mergel und Kieselsandstein mitten in diesem Steilhang.

Fellbacher Goldberg
Diese Lage taucht auf unseren Etiketten nicht mehr auf, weil sie zu unterschiedliche Kleinklimata und Böden vereint. Sehr warme Lagen am Rand des StuttgarterTalkessels mit schwerem Gipskeuper gehören genauso dazu, wie kühlere Lagen mit teils leichteren Böden, die allerdings mit entsprechend niedrigen Erträgen gute Qualitäten liefern können. Der Sauvignon blanc findet an den waldnahen, hohen Südostlagen auf Kieselsandstein die besten Voraussetzungen. Wichtig ist uns der Schwarzriesling, mit dem wir beweisen wollen, dass diese alte Rebsorte nicht nur belanglose Weine hervorbringen kann, ergänzt von Samtrot und Spätburgunder, die auch zur Sektgrundweinbereitung (Pinot blanc de noir) verwendet werden. Dem alteingesessenen Trollinger gefällt es auf den leicht erwärmbaren “Leber”-Böden mit guter Wasserversorgung hier oft besser als in hitzigen Steillagen.

Zu unserem Betrieb gehören weiter Weinberge in Uhlbach (hier vor allem die Lagen für das “Große Gewächs” vom Götzenberg) und Untertürkheim (Stuttgart), Stetten, Strümpfelbach, Endersbach und Schnait im Remstal sowie im Zabergäu, bestockt mit Riesling, Silvaner, Weißburgunder, Grauburgunder, Gewürztraminer, Trollinger, Rivaner und
Cabernet.

IN WEINBERG UND KELLER
Die Arbeit im Weinberg ist auf ökologische, langfristige Qualitätssicherung angelegt. Niedrige Ertragsbelastung der Rebstöcke, die Wahl der richtigen Rebsorte, großer Aufwand bei der Laubwandgestaltung, Verzicht auf Herbizide und Pflanzenschutz nach ökologischen Richtlinien dienen der Erzeugung höchster Qualität. Seit 2012 sind wir im EU-Zertifizierungsverfahren für Ökologischen Weinbau.

Während der Weinlese entscheidet sich, wie wir die Möglichkeiten des Jahrgangs nutzen. Wichtige Entscheidungen über den richtigen Lesezeitpunkt und die Selektion der Trauben, evtl. in mehreren Lesedurchgängen, sind jetzt zu treffen.
Der Transport vom Weinberg in den Keller erfolgt mit kleinen Edelstahlwannen, in denen die Trauben unverletzt bleiben.

Ob beim Weißwein längere oder kürzere Maischekontaktzeiten mit ganzen oder gequetschten Trauben angewandt werden, hängt von den Jahrgangseigenschaften und der Rebsorte ab. Es wird keine Maische gepumpt. Nach schonender Pressung wird der Most temperiert, natürlich sedimentiert und in Edelstahl und Halbstückfässern (600 l),ein kleiner Teil im Barrique vergoren. Wir vertrauen dabei auf die natürliche Hefeflora aus Weinberg und Keller. Nach Hefelagerzeiten von drei bis 12 Monaten kommen die Weine auf die Flasche. Die Réserveweine sogar erst nach zwei Jahren.

Beim Rotwein werden nur völlig gesunde Beeren verwendet. Die bei uns ausschließlich angewandte traditionelle Maischegärung erfordert das ganz einfach. In der Maische befinden sich je nach Rebsorte bis zu 100 % ganze Trauben, eine Kaltmazeration geht bei vielen Sorten der Gärung voraus. Danach folgen Maischestandzeiten bis zu 28 Tagen. Vergorene Maische wird weder gepumpt, noch mit Schnecken bewegt, wir nutzen die verschiedenen Stockwerke unserer ehemaligen Scheune und des neuen, tiefen Kellers zum Transport via Schwerkraft. Alle Rotweine mit Ausnahme des Gutstrollingers kommen früher oder später in die Holzfässer, der biologische Säureabbau folgt. Die Weine der Gutswein- und Dreisternklasse bleiben 8 bis 10 Monate, die “Simonroth”-Weine und Großen Gewächse reifen 12 bis 24 Monate in Fässern von 300 und 500 Litern. Die Abfüllung erfolgt wenn möglich ohne Filtration.

Sekt bereiten wir ausschliesslich aus eigenen Trauben nach der traditionellen Flaschengärmethode in Zusammenarbeit mit dem wohl besten deutschen Sekthaus Raumland. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Blanc-de-Noir-Grundweinen der Burgundersorten.

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