09.02.2026
Generaldirektor Paolo Lasagni stellt die neue visuelle Identität der "Dach"-Linie von Bosco Viticultori vor: eine Erneuerung im Gleichgewicht zwischen Kontinuität und Modernität, geleitet von einer Philosophie der sanften Evolution.
Bosco Viticultori erneuert seine Flaggschiff-Linie Bosco dei Cirmioli mit einer grafischen Entwicklung, die internationale Eleganz und Pragmatismus verbindet. Mit neuen Formaten wie der Halbflasche, der strategischen Platzierung der Rebsorte auf dem Etikett und der Treue zur Tradition von Treviso zeigt Generaldirektor Paolo Lasagni, wie sich eine historische Marke verjüngen und gleichzeitig ihrer globalen Identität treu bleiben kann.
In der dynamischen Weinbranche ist eine Umgestaltung nie eine triviale Entscheidung, vor allem nicht, wenn es sich um eine "Dachmarke" handelt, die in Bezug auf Volumen, Geschichte und Verbreitung das Herzstück eines Unternehmens darstellt. Für Bosco Viticultori ist die Linie Bosco dei Cirmioli nicht nur eine Marke unter vielen, sondern ein echter Botschafter der venezianischen Weinkultur, der in 60 Länder der Welt reisen kann. Zehn Jahre nach der letzten großen Veränderung hat das Unternehmen beschlossen, eine grafische Neugestaltung vorzunehmen, die das Markenimage auffrischen soll, ohne die Werte zu verraten, die es zu einem internationalen Bezugspunkt gemacht haben.
Die Entscheidung, eine erfolgreiche Linie zu erneuern, ist Ausdruck einer langfristigen strategischen Vision. Im Gegensatz zu anderen, radikaleren Projekten des Unternehmens, wie z. B. der Linie "Vini dei Cardinali" (die sich durch eine Heterogenität auszeichnete, die einen radikaleren Eingriff erforderte), wurde die Erneuerung von Bosco dei Cirmioli von einer Philosophie der sanften Evolution geleitet.
"Es handelte sich um eine Linie, die bereits vor meiner Ankunft im Jahr 2014 existierte", erklärt Paolo Lasagni , der Generaldirektor des Unternehmens, "nach zehn Jahren ist es nur natürlich, dass man eingreift. Lasagni vergleicht diesen Ansatz mit dem der großen Champagnerhäuser: historische Marken, die sich zwar selbst treu bleiben, aber Verbesserungen vornehmen, um in den Augen der Verbraucher Frische und Aktualität zu bewahren und sich mit ihnen weiterzuentwickeln. Das erklärte Ziel ist es also, ein Gefühl von Kontinuität und Modernität zu vermitteln, wobei das "Bosco"-Logo der absolute Protagonist bleibt, auch wenn es mit moderneren Schriftarten und grafischen Details neu interpretiert wird, die ein junges und internationales Publikum ansprechen.
Einer der interessantesten Aspekte dieser Neugestaltung betrifft nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Funktionalität des Etiketts in der realen Welt, sowohl im Großhandel als auch in den Weinhandlungen. Lasagni hebt ein scheinbar kleines, aber strategisch entscheidendes Detail hervor: die Verlegung des Rebsortennamens (z. B. Prosecco, Pinot Grigio oder Merlot) an den oberen Rand des Etiketts
. "Das war eine äußerst praktische Entscheidung", bemerkt der Generaldirektor. "In den Regalen von Supermärkten und Weinbars wird der untere Teil der Flasche oft durch Preisschilder oder Werbeetiketten verdeckt. Indem wir den Namen der Rebsorte oben anbringen, lösen wir das Problem der Lesbarkeit und der sofortigen Wiedererkennung an der Wurzel".
Diese Konzentration auf den "Moment des Kaufs" zeigt, dass das Design kein Selbstzweck ist, sondern ein Instrument, das den Dialog mit dem Verbraucher erleichtert. Gleichzeitig wird die Silhouette des Baumes, die die Verbindung mit dem Land und der Natur symbolisiert, verstärkt und mit einer Folie veredelt, die jedem Produkt eine neue haptische und visuelle Tiefe verleiht.
Das neue grafische Design dient auch dazu, eine große Auswahl zu organisieren, von stillen Weinen bis zu Schaumweinen. Die Farbe wird so zum Code für die Navigation der verschiedenen Sorten: Blau kennzeichnet den Prosecco Brut und die intensiven Rotweine, klassisches Weiß kennzeichnet die anderen Prosecco-Sorten, während Hellgrün und Hellblau für stille Weißweine bzw. Schaumweine reserviert sind.
Diese visuelle Strenge wird von einer bedeutenden Neuerung im Sortiment begleitet: die dauerhafte Einführung des 375-ml-Formats (halbe Flasche) für Prosecco-Schaumwein.
"Die Nachfrage nach mittleren und kleinen Formaten nimmt rapide zu", bestätigt Lasagni und betont, dass das Unternehmen auf die veränderten Lebens- und Konsumgewohnheiten achtet, die immer mehr den moderaten oder qualitativ hochwertigen Einzelkonsum begünstigen.
Zur Krönung des zehnjährigen Erfolgs hat Bosco Viticultori außerdem eine Limited Edition mit einer auffälligen Spiegelflasche kreiert, die bei der offiziellen Präsentation auf der Wine Paris das Aushängeschild sein wird.
Mit einem Exportanteil von etwa 90 %, der sich auf so unterschiedliche Märkte wie die Vereinigten Staaten, Kenia, Australien, China und das Vereinigte Königreich erstreckt, bestand die Herausforderung darin, eine universelle visuelle Sprache zu schaffen, die ihre Seele bewahrt. Dabei hat Bosco dei Cirmioli seine Wurzeln in der Provinz Treviso nicht vergessen.
Obwohl derSchraubverschluss technisch effizienter und wirtschaftlicher ist und sich auch im Ausland immer größerer Beliebtheit erfreut, unterstützt Lasagni die Entscheidung, die Schnur beizubehalten: "Wir sind in der Region Treviso, und Tradition ist wichtig. In Italien hängen die Verbraucher noch sehr an diesem visuellen Ritual, während der Schraubverschluss noch nicht ganz akzeptiert ist", was zeigt, dass ein modernes Unternehmen ein Gleichgewicht zwischen industrieller Effizienz und Respekt vor der Geschichte des Produkts finden muss.