Grillweine: 5 Kampagnenstrategien für den stationären Weinhandel
Während online viele übliche Marketing-Mechanismen greifen, kann man im stationären Handel viel kreativer sein. Ja, man sollte es sogar! Die Möglichkeiten, unterschiedlichste Grillweine zu verkaufen, sind hier zahlreich. Unsere fünf Ideen bieten Ihnen da vielleicht ein klein wenig Inspiration.
1. Das flexible "Wetter-Modul" am POS
Errichten Sie eine mobile Aktionsinsel auf Rollen, bestückt mit den Topsellern (Rosé, leichter Rotwein, gekühlter Weißwein). Diese Insel wird nur an sonnigen Tagen prominent in den Laufweg oder direkt in den Eingangsbereich geschoben. Psychologisch verknüpfen Sie so das gute Wetter direkt mit dem Kaufimpuls. Nutzen Sie Plakate mit emotionaler Ansprache wie "Das perfekte Match für dein Steak heute Abend". Das schafft Dringlichkeit und Relevanz.
2. Cross-Merchandising mit lokalen Partnern
Wein steht oft isoliert. Brechen Sie das auf! Kooperieren Sie mit einer lokalen Metzgerei oder einem Feinkosthändler. Platzieren Sie hochwertige BBQ-Saucen, Rubs (Trockenmarinaden) oder sogar edle Grillkohle direkt im Weinregal. Umgekehrt können Sie Ihre Weine in der Fleischtheke des Partners präsentieren. Dies kontextualisiert den Wein: Er wird vom abstrakten Genussmittel zum notwendigen Bestandteil des Essens. Das erhöht den Bon-Wert durch Zusatzkäufe signifikant.
3. Eventisierung: Das "Battle of the Bottles"
Veranstalten Sie samstags offene Verkostungen unter einem Motto. Lassen Sie beispielsweise einen Syrah gegen einen Cabernet Sauvignon "antreten" und reichen Sie dazu kleine Häppchen mit kräftigem Schinken oder Käse, um Grillfleisch zu simulieren. Kunden kaufen, was sie schmecken. Wenn Sie erklären, warum der eine Wein besser zur Marinade passt als der andere, etablieren Sie sich als Kompetenzträger. Bildung bindet Kunden stärker als jeder Rabatt.
4. Lösungsorientierte "Grill-Bundles"
Viele Kunden sind bei der Auswahl überfordert, wenn Gäste mit unterschiedlichen Vorlieben kommen. Schnüren Sie "Sorglos-Pakete". Ein 6er-Karton "BBQ Masters" könnte zwei Flaschen spritzigen Weißwein für den Start, zwei Flaschen Rosé für Gemüse/Fisch und zwei Flaschen kräftigen Rotwein für das Steak enthalten. Bepreisen Sie das Bundle attraktiv. Der Vorteil: Sie erhöhen die Rotation verschiedener Weine und lösen das Problem des Kunden ("Was trinken die anderen?"), noch bevor er es ausspricht.
5. Genusskarten als "Silent Salesman"
Nicht immer ist ein Mitarbeiter frei. Nutzen Sie Shelf-Talker oder Flaschenanhänger, die nicht nur den Wein beschreiben, sondern ein konkretes Pairing liefern. Statt "Noten von Cassis und Zedernholz" schreiben Sie: "Der perfekte Partner für Ihr Rumpsteak mit Kräuterbutter". Drucken Sie kleine Genusskarten zum Mitnehmen, auf denen der Wein als Zutat oder Begleiter aufgeführt ist. Das gibt dem Kunden einen klaren Verwendungszweck und senkt die Kaufhemmung.