Das Vereinigte Königreich ist der drittgrößte Wein-Importmarkt der Welt und der fünftgrößte Verbrauchermarkt – 2024 mit rund 26,3 Mrd. USDollar bewertet und 67 % der Erwachsenen trinken Wein (doppelt so viel wie in den USA). Es ist ein reifer Markt mit rückläufigem Volumen, aber klarem Trend zu Premiumprodukten. Zugleich prägen Brexit, hohe Alkoholsteuern, ein schwaches Pfund und Inflation die Kaufkraft.
- Großer, aber reifer Markt: Nr. 3 nach Importwert; der Pro-Kopf-Konsum sinkt (monatliche
Weintrinker 12,5 % seit 2015), doch zwei Drittel der Erwachsenen trinken Wein.
- Menge sinkt, Wert steigt: Volumen flach bis rückläufig, aber der Wert wuchs seit 2019
um +10 %; Premiumisierung trägt den Umsatz.
- Briten lieben Schnäppchen: Handelsmarken und Aktionspreise dominieren; anders als
in den USA zählen Punkte und Prestige wenig.
- Steuervorteil für niedrigen Alkohol: Die Steuerreform (seit August 2023) besteuert nach
Alkoholgehalt, ein struktureller Vorteil für Weine unter 11,5 % vol., ein Segment, in dem
deutsche Weine stark sind.
- Null Zoll dank Handelsabkommen: Unter dem Trade and Cooperation Agreement (TCA)
gelten EU-UK weiterhin keine Zölle, trotz Brexit-Bürokratie.
- Chancen: trockener Riesling & VDP, Spätburgunder als „German Burgundy“, deutscher
Sekt, Bio sowie Weine mit niedrigem Alkoholgehalt.