Südliche Weinstrasse e. V.

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Hallenplan

ProWein 2017 Hallenplan (Halle 14): Stand A32

Geländeplan

ProWein 2017 Geländeplan: Halle 14

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  • 01  Weine (nach Anbaugebieten)
  • 01.01  Europa
  • 01.01.04  Deutschland
  • 01.01.04.08  Pfalz

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Produktkategorie: Pfalz

Die Weinlagen der Pfalz

Weinlagen an der Südlichen Weinstraße
Immer mehr Winzer geben auf dem Flaschenetikett nicht nur Lage und Jahrgang, sondern auch das Ausgangsgestein an, auf dem die Trauben gereift sind. Eine zusätzliche und tiefgründige Standort-Differenzierung, die vielen Weinliebhabern gefällt.

Genauer gefragt: Kann man den Boden und das Ausgangsstein im Wein tatsächlich schmecken? Um diese Frage beantworten zu können, muss man zunächst die genauen Bodenverhältnisse kennen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe und ihres Wasserhaushaltes. Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern mithilfe modernster Analytik, kam man zu einem klaren Ergebnis: Man kann den Boden im Wein tatsächlich schmecken!

Das Ausgangsgestein und die Weinlage sind somit elementar wichtiger Faktor für den Geschmack des Weines.
 
Großlage
Die Großlage charakterisiert die Herkunftsbezeichnung im Weinbau. Sie bezeichnet die Zusammenfassung mehrere Einzellagen des Weinanbaugebiets Pfalz (Deutsche Weinstrasse). Die Großlage ist im Durchschnitt ca. 600 ha groß. In der Pfalz gibt es 25 Großlagen.

Weine aus einer Großlage müssen nicht unbedingt von minderer Qualiät sein. Es kommt dabei immernoch auf die Qualität der Lage an, die einer Großlage angehört. Eine gute und bekannte Einzellage (ca. 5 ha groß) lässt sich natürlich speziell vermarkten und entsprechend ausbauen.
 
Einzellage
Die Einzellage ist im Gegensatz zur Großlage eine gern gesehene Angabe auf dem Weinetikett. Sie bezeichnet bestimmte Rebflächen (min. 5 ha groß). Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regeln. In der Pfalz gibt es 375 Einzellagen. Ohne Lagenbezeichnung sind viele Begriffe in der Weinwelt austauschbar. Die Lagenbezeichnung, somit der typische Charakter des Weins, bringt das Terroir mit sich. Das Terroir bezeichnet in diesem Fall: den Boden, die Sonneneinstrahlung und weitere biologische Umstände einer Einzellage.

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Produktkategorie: Pfalz

Die Rebsorten der Pfalz

Die Sortenvielfalt an der Südlichen Weinstrasse
Die Pfalz ist das zweitgrößte Weinanbaugebiet. Auf der vinophilen Weinkarten finden sich zahlreiche Sorten, darunter sind 45 weiße und 22 rote Weinsorten zugelassen.

45 weiße und 22 rote Rebsorten sind in der Pfalz, dem größten geschlossenen Weinanbaugebiet Deutschlands, zugelassen. Regionale Spezialitäten wie St. Laurent oder Muskateller sind darunter, internationale Sorten wie Chardonnay und Merlot oder Neuzüchtungen wie Regent. Sie alle sorgen mit ihrem Aromenspiel für eine Fülle von Geschmacks-Erlebnissen. So bietet die Genuss-Landschaft Pfalz für jeden etwas – und zeigt sich dennoch bestens sortiert. Denn eine Handvoll Standard-Rebsorten nimmt fast zwei Drittel der Rebfläche ein. An der Spitze steht der Riesling, unbestritten die Nummer eins im Pfälzer Rebengarten. Daneben gehören vor allem Müller-Thurgau/Rivaner, Grau- und Weißburgunder zum Pfälzer Weißwein-Repertoire. Mehr als ein Drittel der Rebstöcke in der Pfalz trägt rote Trauben;  Dornfelder, Portugieser und Spätburgunder schwimmen auf der Rotwein-Welle ganz oben. Dennoch verbleiben genug Nischen für Spezialitäten.
 
Riesling
Der Riesling braucht viel Sonne und ist der ideale Sommerwein.

Der Riesling braucht viel Sonne, stellt aber geringere Ansprüche an den Boden. Er ist von fruchtiger Säure geprägt, bringt aber je nach Standort und Bodenart ganz unterschiedliche Weine hervor. Der typische Riesling ist blass oder tendiert ins grünlich-gelbe, im Duft dominieren Pfirsich oder Apfel, im Mund spürt man rassige Säure. Rieslinge, die auf Schieferböden wachsen, erhalten eine mineralische Note. Rieslinge eignen sich gut zur Sektproduktion, aber auch für edelsüße Beerenauslesen oder Eisweine. Junge, leichte Rieslingweine sind ideale Sommerweine, zum Essen passen gereifte Rieslinge besser.

Grauburgunder
Der Grauburgunder duftet nach Nüssen, Mandeln, Birne, Trockenobst oder Rosinen.

Grauburgunder war früher unter dem Namen Ruländer als gehaltvoller Wein mit betonter Süße bekannt. Moderne Grauburgunder hingegen werden trocken, mittelkräftig und etwas säurebetont ausgebaut. Die Sorte gedeiht gut auf Löss, aber auch auf Kalk und steinigen Untergründen. Der Grauburgunder duftet nach Nüssen, Mandeln, Birne, Trockenobst oder Rosinen. Leicht ausgebaut passt er gut als Sommerwein, trockene Kabinettweine harmonieren mit Meeresfrüchten, Seefisch, Pasta, Lamm, Wildgeflügel und reifem Weichkäse.
 
Weißburgunder
Weißburgunder heißt in Frankreich Pinot Blanc und hat hohe Ansprüche an Klima und Boden.

Weißburgunder – in Frankreich heißt er Pinot Blanc hat hohe Ansprüche an Boden und Klima und gedeiht überall dort, wo es dem Riesling zu heiß ist. Die Weine sind elegant, trocken ausgebaut passt ihre frische Säure und feine Frucht ideal zum Essen, aber auch als leichter Sommerwein. Der Weißburgunder ist im Glas blass- bis hellgelb, sein Duft zart. Typisch ist ein leicht nussiges Aroma, er kann aber auch an Kernobst, Aprikose, Zitrusfrüchte, frische Ananas oder helle Blüten erinnern.
 
Chardonnay und Sauvignon Blanc
Chardonnay ist eine der weltweit populärsten Rebsorten.

Der gehaltvolle Chardonnay ist weltweit eine der populärsten Rebsorten und auch hier wächst die Anbaufläche beständig. Er wird mit guten und besten Ergebnissen angepflanzt und meist trocken ausgebaut. Der französische Sauvignon Blanc kommt bei Winzern in der Pfalz wie bei Weinliebhabern ebenfalls sehr gut an. Er passt mit seinem kräftige Aroma nach Gras, Kräutern, Stachelbeeren und grünen Früchten hervorragend zu Fischgerichten oder Pasta mit Sahnesaucen.
 
Portugieser
Der Portugieser ist ein leichter, duftiger und unkomplizierter Rotwein.

Der Portugieser ist ein leichter, duftiger und unkomplizierter Rotwein. Die in der Pfalz weit verbreitete Sorte stellt geringe Boden- und Lagenansprüche und ist oft schon im Frühjahr trinkbar, weil sie relativ wenig Tannin enthält. Vielfach wird  Portugieser-Traubenmost zu spritzig-frischem Weißherbst ausgebaut der gerne als Schoppenwein getrunken wird. Aber auch die Rotweine sind eher hell und leicht.
 
Dornfelder
Der Dornfelder ist die erfolgreichste deutsche Rotwein-Neuzüchtung.

Der Dornfelder ist die erfolgreichste deutsche Rotwein-Neuzüchtung. Die Sorte hat Frucht, Gerbstoff und Wärme und wird an der Südlichen Weinstrasse meisttrocken ausgebaut. Er überzeugt durch kräftiges, volles Aroma und tiefdunkle Farbe und passt daher gut zu Braten, Wild oder Käse. Die Rebe hat lockerbeerige Trauben, ist robust und wenig anfällig, mag aber keine sandigen oder steinigen Standorte.
 
Spätburgunder
Der Spätburgunder, in Frankreich Pinot Noir, gilt als Wein für gehobene Ansprüche.

Der Spätburgunder, in Frankreich Pinot Noir, gilt als Wein für gehobene Ansprüche. In der Pfalz gewinnt die edle alte Sorte, die gutes Klima und guten Boden verlangt, stark an Bedeutung. Werden die Trauben nach der Lese sofort abgepresst, entsteht der so genannte »Blanc de Noirs«, ein Weißwein aus dunklen Trauben. Höhere Qualitäten werden auch im Barrique ausgebaut.Typisch sind ein vollmundiger und samtiger Geschmack und leicht süßlicher Duft nach roten Beeren.
 
Cuvées - hochwertige Kombinationen
In Deutschland werden Weine hauptsächlich sortenrein ausgebaut. Viele französische, italienische und spanische Weine, etwa der Bordeaux, sind Cuvées, also Kombinationen aus verschiedenen Rebsorten. Auch die Winzer der Südlichen Weinstrasse entdecken zunehmend den Charme von Cuvées, denn sie bieten die Möglichkeit, verschiedene Rebsorten, Jahrgänge und Herkünfte zusammenzustellen. Dazu verkosten sie ihre Weine penibel und führen aufwändige Probenreihen durch, um so Kreationen zu schaffen, die sich zusammen besser präsentieren als ihre Einzelkomponenten. Solche Weinkombinationen, man sagt auch Verschnitt oder Mariage dazu, sind in der Regel sehr hochwertig und gut lagerfähig, da sie die Stärken mehrerer Rebsorten kombinieren.

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Produktkategorie: Pfalz

Terroir

Das südliche Zusammenspiel von Klima, Lagen und Böden
Das Terroir des Weins erlebbar machen - darauf kommt es an. Der Begriff "Terroir" beschreibt wie Klima, Boden und Landschaft die Entwicklungen des Weinstocks und den Geschmack der Trauben beeinflussen. Die Leistung des Winzers ist es, diesen individuellen Geschmack herauszuarbeiten.

Die Arbeit im Weinberg ist den Winzern in der Region extrem wichtig. Viel Sonne, die passende Versorgung mit wichtigen Nährstoffen und die erlesene Handarbeit und im Hinblick auf die Arbeit im Weinberg und Keller ist entscheidend. So gedeihen natürlich manche Rebsorten besonders gut in der Pfalz. Der Riesling, die Burgundersorten; Grauburgunder, Weißburgunder, Chardonnay aber auch rote Weinsorten wie Spätburgunder, Dornfelder, Merlot oder Syrah finden hier einen fruchtbaren Boden.

Die Böden verleihen den Rebsorten ihren bestimmten Charakter. Das liegt daran, dass der Boden ein sehr komplexes Bild widerspiegelt. Sie charkterisieren sich nicht nur durch die Gesteinsart, sondern auch durch ihre mineralische und organische Bestandteile. Sie können basisch oder sauer sein, trocken oder feucht, nährstoffarm oder fruchtbar, kompakt oder locker. Die Südliche Weinstrasse - Pfalz ist für die abwechlsungsreiche Bodenvariationen bekannt.

Immer mehr Winzer geben daher auf dem Flaschenetikett nicht nur Lage und Jahrgang, sondern auch das Ausgangsgestein an, auf dem die Trauben gereift sind. Eine zusätzliche und tiefgründige Standort-Differenzierung, die vielen Weinliebhabern gefällt, auf jeden Fall aber eine Frage aufwirft: Schmeckt ein Riesling, der auf Buntsandstein angebaut wird, anders, als ein Wein von Rebstöcken, die im Kalkstein wurzeln? Kann man den Boden und das Ausgangsstein im Wein tatsächlich schmecken? Nach Untersuchungen von Wissenschaftlern mithilfe modernster Analytik, kam man zu einem klaren Ergebnis: Man kann den Boden im Wein tatsächlich schmecken!

Das Ausgangsgestein und die Weinlage sind somit elementar wichtiger Faktor für den Geschmack des Weines an der Südlichen Weinstraße.
 
Schiefer
Vor über 400 Millionen Jahren, bildete Europa zusammen mit Nordamerika einen Großkontinent, der nicht ansatzweise an der Stelle des heutigen Breitegrades lag. Dieser Mammut-Erdteil lag am Äquator und wird aufgrund der Gesteinsfarbe „Old Red“ genannt. Auf der Südhalbkugel befand sich ein weiterer Großkontinent, Gondwana. Inmitten dieser Kontinente erstreckte sich der Rheinische Ozean. Dort, wo heute die Pfälzer ihre Feste feiern, befand sich ein in Schwellen und Becken gegliedertes Meer. Tief unter dem Meer verborgen lag die Mitteldeutsche Schwelle, ein riesiges Kristallin- und Schiefergebirge, dessen Urgesteine heute wenige hundert Meter tief unter dem später entstandenen Pfälzerwald und dem mehr als 2 Kilometer tief unter dem Rheingraben verborgen liegen. Lediglich an einem schmalen Saum am Haardtrand, der Bruchlinie zwischen Pfälzerwald und Rheingraben, treten einige dieser Urgesteine an die Oberfläche. In Albersweiler werden heute Gneise, Granite und Diorite abgebaut, für den Weinbau jedoch nur Schiefer und Grauwacken genutzt. Einer dieser Lagen ist der „Burrweiler Schäwer.“ Er zeichnet sich durch stark steinige, sandige Lehmböden, sowie ein sauer, ausreichendes Nährstoffangebot und ausreichende Wasserversorgung aus. Die gute Erwärmbarkeit tut ein Übriges, um das charakteristische Aromenspektrum aus Apfel, Zitrone, Grapefruit und mineralischen Tönen zu fördern. Dieses Terroir wird gezielt für den Rieslinganbau genutzt.

Weinbergslage: Burrweiler Schäwer
 
Das Rotliegende
Heiß brennt die Sonne vom Himmel auf die Erde hernieder. Keine Wolke weit und breit. Flirrendes, gleißendes Licht, glühende Ofenhitze und eine fast hörbare Stille. Staub, Steine und grenzenlose Einsamkeit. Im Erdaltertum ähnelte die Landschaft der Pfalz den steinernen Wüsten im kalifornischen Death Valley oder der chilenischen Atacama Wüste. Karg, spröde, doch auch eauf inzigartige Weise eindrucksvoll.

Gräbt man heute die Weinberge des Birkweiler Kastanienbusches auf, kann man die Sedimente dieser vergangenen Epoche der Erdgeschichte der Südlichen Weinstraße sehen. Konglomerate in dunkelroten und violettroten Farben findet man ebenso, wie Sand- und Tonsteine des Rotliegenden. Dieses zählt zu den ältesten Gesteinen der Pfalz. Lange nachdem die roten Gesteine von jüngeren Schichten überdeckt wurden, hoben sich die Schollen an den Kanten des entstandenen Rheingrabens an und traten an die Oberfläche. Heute kann man dieses Gestein vorwiegend am südlichen Haardtrand vorfinden. Hier wachsen viele Edelkastanien und im Herbst wird Keschde-Kuchen und Kastaneinbrot gebacken. Flächenmäßig spielt das Rotliegende im Pfälzer Weinbau eine eher untergeordnete Rolle, dafür überzeugt die Weinlage durch seine hohe Qualität. Vor zwanzig Jahren noch undenkbar, ist dieses Terroir mittlerweile eine absolute Toplage geworden. Die Parzellen am „Birkweiler Kastanienbusch“ liegen, windgeschützt, am Rand des Pfälzerwaldes in einem Talkessel und der Austrieb wird durch das warme Klima begünstigt. Die sehr gut lagerfähigen, kraftvollen, facettenreichen und eleganten Weine setzen sich vorwiegend aus mineralisch, rauchigen Tönen, sowie aus Buchsbaum- und Honigmelonen-Aromen zusammen. Die Säure der Weine präsentiert sich abgerundet und harmonisch. Die Gunstlage aus teils steinigen Lehm- und Sandböden, die häufig kalkhaltig sind und dadurch ein ausreichendes bis hohes Nähstoffangebot haben, geben den Weinen ebenso ihre besondere Qualität, wie die ausreichende Wasserversorgung und die gute Erwärmbarkeit des Bodens.

Weinbergslage: Birkweiler Kastanienbusch
 
Buntsandstein
Wie Leuchttürme ragen die Sandsteinfelsen aus dem Blättermeer des Pfälzerwaldes. Vor über 250 Millionen Jahren entstanden, verleihen Eisenoxide den Steinen ihre rötliche Farbe. An manchen Stellen löst heißes Thermalwasser das Eisen heraus und bleicht das Gestein, es entsteht eine gelbliche Variante. Das Vorkommen beider Varianten ist charakteristisch für die Südliche Weinstraße. Nicht nur als Baumaterial für Burgen oder Brücken konnte das Gestein verwendet werden, auch für die Winzer bieten die Hanglagen mit nährstoffarmen und trockenen Buntsandsteinböden eine gute Grundlage für Spitzenweine. Zu den Burgen gehörten meist auch die umliegenden Länderein, die oft nach ihren feudalen Besitzern benannt wurden. Lagenamen wie „Ilbesheimer Rittersberg“ oder „Rhodter Schlossberg“ weisen darauf hin, dass sie einst im Besitz eines Burg- oder Schlossherren gewesen waren. Besonderer Vorzug des Buntsandsteins ist die Fähigkeit, Wärme zu speichern. Im Geschmack sticht dieser Boden durch seine prägnante Säure hervor. Das Aromenspektrum mit Zitronen, Grapefruit und mineralischen Noten, runden den Geschmack des Weines ab. Zumeist sind die Buntsandsteinlagen an den Haardträndern zu finden, wo der Pfälzerwald langsam in die Hügellandschaft der Südlichen Weinstraße ausläuft. Um die Rebflächen zu bestellen, müssen erst Terrassen angelegt werden. Aufgrund der Kostspieligkeit dieser Arbeit, wurden viele Parzellen wieder aufgegeben. Winzer und Weinliebhaber haben jedoch das Potential dieser traditionellen Steillagen wieder schätzen gelernt und teilweise aufgegebene Weinberge vom Unterholz und Dickicht befreit und ihn so wieder für den Weinbau nutzbar gemacht. Charakteristisch für den Buntsandsteinboden ist das sauer, geringe Nähstoffangebot, der steinige, trockene Sandboden und die bereits erwähnte gute Erwärmbarkeit.

Weinbergslage: St. Martiner Kirschberg, Birkweiler Taschberg, Rhodter Schlossberg, Ilbesheimer Rittersberg
 
Mergel
Der Boden aus dem die Römer ihre Ziegeln brannten. Heute wird dieser Boden vor allem für den Rotweinanbau genutzt. Ton- oder Kalkmergel ist eine Gemenge aus tonreichem Lahm und Kalk, das aufgrund seiner feinkörnigen Struktur weder Wasser aufnehmen noch durchlassen kann. Im Laufe der Erdgeschichte wurde er zu verschiedenen Zeiten in den eher tropischen Meeresphasen abgelagert. Heute ist dieser fruchtbare, kalzium- und magnesiumreiche Boden in Pfalz sehr weit verbreitet. Langlebige Spätburgunder gedeihen in den Weinlagen von St. Martin, Maikammer oder Ilbesheim. Durch die Grundsättigung an Nährstoffen, benötigen Mergelböden keinen zusätzlichen kalk mehr. Durch den Anbau auf steinig, tonigen Lehmböden, die meist kalkreich und ein guter Wasserspeicher mit geringer Durchlässigkeit sind, ergibt sich ein dichtes, mineralbetontes, komplexes Geschmacksbild.

Weinbergslage: Eschbacher Hasen, Göcklinger Kaiserberg
 
Kalkstein
Vor 20-25 millionen Jahren schmeckte die Pfalz weder nach Wein, noch nach Kastanien. In der Luft lag eher ein maritimer Salzgeruch. Durch das von Süden eindringende, tropische Meer wuchsen die Pfälzer Kalkriffe immer höher. Als das Meer zurückging, blieb Kalkschlamm zurück, der sich wie die Riffkalke zu Kalkstein verfestigte. Die porösen und hohlraumreichen Kalkgesteine können große Mengen Wasser speichern. Die Böden enthalten Magnesium und Kalzium im Überfluss und der basische Kalk puffert die Säure hervorragend ab. Auf den Geschmack des Weines wirkt sich Kalkgestein sehr positiv aus. Die warmen Böden verleihen den Aromen sehr weiche Noten. Winzer, die Weine aus derartigen Weinlagen geschickt ausbauen, können herrlich seidige, üppige Geschmacksnuancen erzielen. Die Aromenvielfalt reicht von Mango, Pfirsich und Honig bis hin zu Karamell und Honigmelone. Die auf der „Kleinen Kalmit“ oder dem „Schweigener Sonnenberg“ angebauten Rieslineg eund Spätburgunder sind sehr gehaltvoll und überzeugen durch ihre extreme Konzentration und ihren langen Nachhall. Kennzeichnend für Kalksteinböden sind steinig, teils tonige Lehmböden, ein hoher Kalkstoffreichtum und ein vielfältiges Nährstoffangebot. Weiterhin sind die gute Erwärmbarkeit und die ausreichende Wasserversorgung charakteristisch für dieses Gestein.

Weinbergslage: Kleine Kalmit, Godramsteiner Münzberg, Schweigener Sonnenberg
 
Löss
In der Entstehungsphase der Lössböden, der Kaltzeiten des Pleistozäns, war das Leben in der Pfalz sicher nicht so angenehm wie heute. Eiesige Stürme blasen aus den Schotterbenen der Flüsse und von den Endmoränen der Gletscher feinporige Staubwolken auf und fegen sie hunderte von Kilometern durch die Lüfte. Erst viele Jahrtausende später, als der kalkreiche Staub sich längst am Boden abgesetzt und sich das Klima wieder erwärmt hat, erweisen sich die Sturmwolken als Segen. Über den 10-15 Meter dicken Löss-Ablagerungen der Vorzeit hat sich inzwischen eine Pflanzendecke gebildet. Diese dient als Schutz vor erneuten Verwehungen. Kalk und Ton werden mit der Zeit aus den oberen Bodenschichten ausgewaschen und verlagern sich in die tieferen Schichten. Fast die Hälfte der Pfalz zwischen Haardtgebirge und Rhein ist mit Löss bedeckt und bietet idealen Ackergrund. Bis vor wenigen Jahren standen auf dem Löss meist Reben für Rotwein, doch mittlerweile wird auch verstärkt Riesling auf diesen fruchtbaren Böden angebaut. Der kalk sorgt für die richtige Abpufferung der Säure. Weine die auf Lössböden wachsen, sind meist üppig angelegt, denn auf Löss kommen alle Aromen vorzüglich zum Tragen. Die mineralreichen Böden liefern kräftige, füllige Weine, die sich gut als Speiseweine eignen. Besonders der Riesling gerät hier vollmundiger und harmonischer als an anderen Standorten. Der „Venusbuckel“ oder das „Sauschwänzel“ bei Billigheim-Ingenheim sind Weinlagen die sich durch den charakteristischen leichten Schluff- und Lehmboden auszeichnen. Der hohe Kalk- und Nährstoffgehalt, sowie die gute Wasserversorgung sorgen dafür, dass die Weine in diesen Lagen von hoher Qualität sind.

Weinbergslage: Kirrweiler Mandelberg, Billigheimer Sauschwänzel, Billigheimer Venusbuckel

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Weinanbaugebiet Pfalz - Deutsche Weinstrasse
 
... die Südliche Weinstrasse stellt sich vor
"Südliche Weinstraße", in diesem Wort schwingt so etwas Genießerisches mit. Man hat endlose Hänge mit üppigen-grünen Weingärten, romantische Winzerorte und gepflegte Gasthäuser mit sonnigen Terrassen vor Augen. Urlaubsstimmung liegt hier in der Luft, ein Flair von gutem Leben, Entspannung und Genuss.

Der südlichste Teil der ältesten Touristikroute Deutschlands...
Die Südliche Weinstraße ist der südlichste Teil der Deutschen Weinstraße. Die Deutsche Weinstraße als Tourismusroute stellt das Synonym für das Weinanbaugebiet Pfalz dar. In Rheinland-Pfalz gibt es noch fünf weitere Anbaugebiete: Ahr, Mittelrhein, Mosel, Rheinhessen und Nahe. Die Geschichten und Tipps, die sie hier finden, spielen oft im Süden und erzählen von der Qualität der Weine, vom guten Essen, von Festen und von Entspannung. Sie erleben eine mediterrane Landschaft mit Mandel- und Feigenbäumen oder dem Pfälzer Wald mit seinem abwechslungsreichen Gesteinsformationen, urwüchsigem Wald und romantischen Burgruinen. Besuchen Sie die Weindörfer, in denen junge Winzer und ihre Weine den guten Ruf der Deutschen Weinstraße von Jahr zu Jahr weiter nach oben treiben. Die mit unglaublichen Anspruch, hoher Kompetenz und großer Sorgfalt, Weine und Sekte von höchster Qualität und unverwechselbarem Stil herstellen und so dazu beitragen, das Image der Pfalz als Wein- und Reiseland jung, frisch, lebendig zu präsentieren.

Die Südliche Weinstrasse eine Tourismusregion
Die Südliche Weinstrasse bringt nicht nur hervorragende Weine hervor, sondern ist ein unglaublich abwechslungsreiches Erholungsgebiet in der Pfalz. Es gibt zahlreiche Wanderwege (Prädikatswanderwege) und Radfahrwege, die auch tolle Angebote für Familien mit Kindern beinhalten. Aber auch im Thema "Barrierefreiheit" ist die Südliche Weinstrasse - Pfalz Vorreiter. Neben zahlreichen Gastgebern, sind auch Freizeiteinrichtungen bestens ausgestattet.

Die Südliche Weinstrasse eine Weinregion
Die Südliche Weinstrasse ist vielschichtig in Sachen Wein unterwegs. Angefangen bei den Rebsorten, bis hin zu den Geschmäckern, dem Weinaus- und anbau, als auch die spezifischen Kleinklima.

Zahlreiche Winzervereinigungen und Intitiativen sind in der Pfalz - Südliche Weinstrasse verankert oder haben sogar hier ihren Ursprung (Weinmacher). Ein besonderes Highlight in unserer Region, genauer gesagt in Landau, ist die Vinothek PAR TERRE der Südlichen Weinstrasse. Sie wurde vom Berliner Designer Michael Michalsky gestaltet. Im modernem PAR TERRE kann eingekauft, verkostet und gefeiert werde. Ebenso bietet Ihnen der ONLINESHOP eine Weinauswahl zu verschiedenen Anlässen der 55 Pfälzer Winzer an.

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