Consejo Regulador de la D.O.Ca. Rioja

c/ Estambrera, 52, 26006 Logrono
Spanien

Telefon +34 941 941500400
Fax +34 941 941500672
info@riojawine.com

Messehalle

  • Halle 10 / B62
 Interaktiver Hallenplan

Hallenplan

ProWein 2017 Hallenplan (Halle 10): Stand B62

Geländeplan

ProWein 2017 Geländeplan: Halle 10

Ansprechpartner

Informationsbüro DOCa Rioja

Telefon
+49(0)40 - 611 356 - 60

E-Mail
rioja@ffk-pr.com

Unser Angebot

Produktkategorien

  • 01  Weine (nach Anbaugebieten)
  • 01.01  Europa
  • 01.01.24  Spanien
  • 01.01.24.50  Rioja

Rioja

Unsere Produkte

Produktkategorie: Rioja

Weintypen

Innovation innerhalb der Tradition: Weine mit eigener Persönlichkeit

Eines der wichtigsten Merkmale der Rioja-Weine ist ihr ausgeprägtes Alterungspotential, eine Eigenschaft, die nur bei wirklich großen Weinen anzutreffen ist. Durch einen angemessenen Reifungsprozess, in dem das Eichenholz eine entscheidende Rolle spielt, erfährt der Rioja-Wein eine sehr positive Entwicklung, die seine Vorzüge stärker hervortreten lässt und ihm eine Fülle neuer Aromen und Geschmacksnoten verleiht. Dieser Ausbau der Rioja-Weine findet in Eichenfässern mit einem Fassungsvermögen von 225 Litern statt, in denen der Wein in einem langsamen Prozess Sauerstoff aufnimmt (Mikrooxygenation) und stabilisiert wird, wobei ihm die Tannine des Eichenholzes gleichzeitig auch neue Aromen und Geschmacksnoten verleihen. Es handelt sich um die traditionelle Ausbautechnik der wirklich großen Weine, die im Gegensatz zu den moderneren Methoden einer "industrialisierten" Weinbereitung einen natürlichen und deshalb wesentlich aufwendigeren Prozess darstellt. Nach dem Fassausbau wird der Reifeprozess in der Flasche abgeschlossen, in der der Wein abgerundet wird und seine ganze Fülle und Vollendung erreicht. Große Weine aus historischen Jahrgängen schlummern über Jahrzehnte in den "heiligen Gewölben" der Rioja-Kellereien, wo sie zu wahren Weinjuwelen heranreifen.


In Abhängigkeit vom angewandten Ausbau- und Reifeprozess wird der Rioja-Wein in folgende vier Kategorien unterteilt. Sie werden mit Hilfe von vier unterschiedlichen nummerierten Rückenetiketten und Banderolen gekennzeichnet, die vom Kontrollrat an alle Weine vergeben werden, sobald sie die Qualitäts- und Typizitätsprüfungen bestanden haben:

Herkunftsgarantie: Diese Kategorie gewährleistet den Ursprung und den Jahrgang des Weines. Grösstenteils handelt es sich um einjährige bzw. zweijährige Weine, die ihre ursprüngliche Frische und fruchtigen Eigenschaften aufweisen. In dieser Kategorie können auch andere Weine aufgenommen werden, die nicht als Crianza, Reserva oder Grand Reserva zertifiziert werden konnten (mangels bestimmter Eigenschaften), aber dennoch Alterungsvorgängen unterzogen wurden.

Crianza:
Mindestens drei Jahre alte Weine, die minimum ein Jahr im Eichenfass und mehrere Monate in der Flasche ausgebaut wurden. Bei den Weissweinen dieser Kategorie beträgt die minimale Reifezeit im Eichenfass sechs Monate.

Reserva: Auserlesene Weine, die aufgrund ihrer besonders guten Eigenschaften drei Jahre lang ausgebaut wurden, davon mindestens ein Jahr im Fass. Anschliessend reifte der Wein bis zum Ende seiner Ausbauzeit in der Flasche. Bei den Weissweinen dieser Kategorie beträgt die Reifungsdauer zwei Jahre, davon mindestens sechs Monate im Fass.

Gran Reserva: Auserlesene Weine aus ausserordentlichen Jahrgängen, die mindestens zwei Jahre im Eichenfass und weitere drei Jahre in der Flasche ausgebaut wurden. Bei den Weissweinen dieser Kategorie beträgt die Reifungsdauer vier Jahre, davon mindestens sechs Monate im Fass.
 

Die vier verschiedenen Modelle der nummerierten Rückenetiketten und Banderolen, die auf jeder Flasche Rioja-Wein vorhanden sein müssen, sind nicht nur eine Garantie für die Ausbaukategorie, sondern garantieren auch die Herkunft, den Jahrgang und die Qualität des entsprechenden Weins. Aufgrund der spezifischen Eigenschaften jedes Jahrgangs bestimmen die Rioja-Kellereien die Menge, die unter den verschiedenen Ausbaukategorien Crianza, Reserva und Gran Reserva gekeltert werden.

Die Rioja-Weine besitzen die Eleganz, die Eigenständigkeit und den Charakter eines großen Weins; dies kann nur dann erreicht werden, wenn im Laufe der Zeit die Traubensorten, das Weinland und die Weinbereitungsprozesse immer weiter verfeinert und perfektioniert werden. In Anbetracht der weinbaulichen Vielfalt des Herkunftsgebietes gehört es seit jeher zur Tradition der Kellereien, Trauben und Weine verschiedener Sorten, verschiedener Weinberge und verschiedener Gemeinden zu mischen, immer im Bemühen, ihre spezifischen positiven Eigenschaften im Endprodukt zu kombinieren und noch weiter zu steigern. Dies ist zweifellos der bekannteste Rioja-Typ, auch wenn in letzter Zeit immer mehr Kellereien ihr Angebot erweitern und eine breite Stilpalette von Weinen mit großer Fruchtkonzentration und hoher Ausdruckskraft anbieten, die aus einer einzigen bestimmten Weinlage stammen (sog. Lagenweine).

Mit der Tempranillo-Traube als Grundlage zeichnet sich ein Rotwein aus dem Rioja-Gebiet vor allem durch ein hohes Gleichgewicht zwischen Alkoholgehalt, Farbe und Säure aus, mit gut kompensiertem Körper und Struktur, mit mildem, elegantem Geschmack und vorherrschend fruchtigem Charakter bei jungen Weinen sowie samtenen Noten, die im Laufe der Alterung hervortreten. All diese Eigenschaften verleihen den Rioja-Weinen eine ausgesprochene Vielseitigkeit als harmonische Begleiter zu verschiedensten Speisen und Gerichten, was zusammen mit ihrem angenehmen Charakter und unkomplizierten Trinkgenuss zweifellos eines der Geheimnisse ihres Erfolgs darstellt.

Ab Oktober 2008 werden die neuen Garantieetiketten die bisherigen ersetzen und auf den neuen Jahrgängen aller erhältlichen Kategorien zu finden sein.

Mehr Weniger

Über uns

Firmenporträt

Die mediterrane Weinbaukultur war im Mittelalter sehr stark mit dem Klosterleben verbunden, denn sie wurde vor allem von den Mönchen getragen und verbreitet.

Das Anbaugebiet Rioja ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme und blickt mit großem Stolz auf den Dichter Gonzalo de Berceo zurück, den ersten Poeten, der seine Gedichte in der Zurückgezogenheit des Klosters Suso von San Millán de la Cogolla (heute Kulturgut der Menschheit) in spanischer Sprache niederschrieb und in seinen Versen auch den Rioja-Wein besang.

Der erste schriftliche Hinweis auf die Qualitätskontrolle und die Weingarantie in der heutigen Weinregion Rioja stammt aus dem Jahr 1650. Allerdings hatte König Sancho von Navarra bereits im Jahre 1102 die schon damals berühmten Weine aus der Rioja gesetzlich anerkannt.

Im Jahr 1787 wurde schließlich die Real Sociedad Económica de Cosecheros de Rioja (der königliche Wirtschaftsverband der Rioja-Erzeuger) gegründet, deren Zielsetzungen mit der Förderung des Weinbaus und der Weinbereitung sowie mit der Ausweitung des Weinhandels umschrieben wurden.

Bereits Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, im Jahr 1902, wurde ein königliches Dekret erlassen, in dem der Begriff der "Herkunft" auf die Rioja-Weine angewandt und definiert wurde. 1926 wurde dann der erste Kontrollrat ins Leben gerufen, dessen Aufgabe darin bestand, das Rioja-Gebiet zu begrenzen, die Vergabe eines "Garantiesignets" zu überwachen und die gesetzlichen Maßnahmen zu empfehlen, die gegen die gesetzwidrige Aneignung und Fälschung sowie gegen den Missbrauch des Namens Rioja ergriffen werden sollten. Bis ins Jahr 1945 verfügte dieses Organ jedoch über keine rechtliche Struktur.

Schließlich wurde im Jahr 1953 der Kontrollrat der Herkunftsbezeichnung Rioja (Consejo Regulador de la Denominación de Origen Rioja) definitiv gegründet und begann, die Grundlagen für eine moderne und wirkungsvolle Qualitäts- und Herkunftskontrolle zu schaffen.

Im Jahr 1970 wurde die Satzung der Herkunftsbezeichnung und ihres Kontrollrats verabschiedet. Dadurch erhielt diese Kontrollinstanz eine feste Struktur und klar definierte Aufgabenbereiche: der Schutz der Herkunftsbezeichnung, die Anwendung der Kontrollvorschriften sowie die Überwachung und die Förderung der Weinqualität des Herkunftsgebiets Rioja wurden in erster Linie dem Kontrollrat unterstellt.

Im Rahmen von mehreren Änderungen an der dem Kontrollrat zugrunde liegenden Satzung und deren Anpassung an die neuen Gegebenheiten und Ansprüche der letzten Jahre sind die Qualitätskontrollmechanismen des Consejo Regulador kontinuierlich verbessert worden. Gleichzeitig wurde auch der Verkaufsförderung immer mehr Aufmerksamkeit geschenkt.

Nach einem langjährigen Entwicklungsprozess, in dem sich das Herkunftsgebiet "Rioja" stets für die Weinqualität und die Herkunftskontrolle eingesetzt hat, erhielten diese Bemühungen am 3. April des Jahres 1991 ihre verdiente Belohnung und Anerkennung: ein Ministerialerlass verlieh der Herkunftsbezeichnung Rioja das Prädikat "Qualifiziert" und erhob sie damit zur ersten und neben dem Priorat bis heute einzigen spanischen Herkunftsbezeichnung dieses Ranges.

Mehr Weniger