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Einmalig vielfältig

Einmalig vielfältig

26.01.2016
Weingut Melsheimer Inh. Thorsten Melsheimer

Einmalig vielfältig – Mosel-Schiefersteillagen in ökologischer Bewirtschaftung, ein Credo


Ein Typ von Boden, eine Rebsorte, ein einzelnes enges Tal … Zugegeben, auf den ersten Blick klingt das durchaus monoton. Und, das wissen wir wohl, allzu lange wurden die weltberühmten Rebflächen der Mosel auch als Monokulturen bewirtschaftet, »beglückt« und belastet mit all den »Segnungen«der Agrarchemie. Fast tote Flächen, in denen nur noch eine einzige Art wachsen durfte – oder soll man sagen: musste?


Die eine Art, der eine Boden, das eine Tal – nun, die sind nicht Problem, sondern vielmehr Phänomen. Denn wie kaum eine andere Rebsorte reagiert der Riesling auf die kleinsten Unterschiede des Standortes und des Mikroklimas, arbeitet er diese Typizitäten heraus. So können, unser Mullay-Hofberg macht es eindrucksvoll klar, auf nur 1 km Hang ganz unterschiedliche Weine wachsen; vereint in ihrer Rebsorten-Typizität, und doch von jeweils völlig eigenem Charakter. Diese Mikro-Vielfalt ist wohl auch das Zeichen wahrhaft großer Weinbau-Gebiete – und hier steht die Mosel eben ganz weit oben in einer Reihe mit dem Burgund, dem Douro, dem Rhein, der Rioja, dem Piemont, dem Bordeaux… Und natürlich tragen auch wir als Winzer unseren Teil dazu bei, sind wir Teil dieser Vielfalt – mit unserem Respekt vor dem, was die Natur uns zu geben vermag und unserer Kreativität, diese Vorgaben bestmöglich umzusetzen.


Wie aber nun, dass über unseren Weinbergen wieder die Raubvögel kreisen, eine Unzahl von Insekten und Kleinlebewesen darin krabbelt, herumhuscht und -wühlt? Sich sieben bedrohte Schmetterlingsarten hier wohl fühlen, und eine unglaublich große Population des ›Weinschwärmers‹ ein Zuhause fand?
Nun, vor etwas mehr als 20 Jahren begann fürs Weingut Melsheimer eine neue Epoche. Nach nur einem Jahr Mitarbeit im traditionsreichen Familienbetrieb begann Thorsten Melsheimer 1995 mit der Umstellung auf den ökologischen Weinbau. Seit dieser Zeit bereits ist das Weingut Mitglied im Bundesverband ökologischer Weinbau ECOVIN, und zurückblickend können wir sagen, dass dieser gro˚e und damals mutige Schritt ein voller Erfolg war – für unsere Weine, die Natur unserer Rebberge, und für uns persönlich.


So froh wir mit dem Erreichten waren, so sehr drängte es uns jedoch, auf diesem Weg weiter zu gehen. Es war daher einfach folgerichtig, dass wir zunehmend Methoden der biodynamischen Wirtschaftsweise integrierten – und schließlich, seit dem Jahrgang 2013, als derzeit einziges Weingut der Mosel die Demeter-Zertifizierung bekamen. Was heißt, dass wir seither vollständig auf Biodynamie setzen, zum Wohle der einmalig vielfältigen, uns anvertrauten Umwelt und natürlich auch unserer Weine. Als Landwirte sehen wir uns in ganz unmittelbarer, direkter Verantwortung für ein Stückchen Erde. Es als etwas zu betrachten, was man einfach »nutzt« und vorrangig »ausbeutet« liegt uns unendlich fern.


Wir glauben fest daran, dass sowohl für große Weine, aber eben auch für das gesunde »Drumherum«, aus dem sie erwachsen sollen und das wir kommenden Generationen möglichst unversehrt weitergeben möchten, Natur, Kultur und Mensch einen Einklang finden müssen. Diesen Klang zu erspüren, sich in ihn einzuklinken und den eigenen Anteil daran umzusetzen ist ein Prozess, der Aufmerksamkeit erfordert, Sensibilität für die Vorgänge draußen, ein Stück Selbstlosigkeit, und auch Vertrauen in die Wege der Natur. Wir lernen Tag für Tag und sind froh, dies als Familien-Team tun. Und Ihnen als Kunden Weine anbieten zu können, die nicht einfach ein gutes Produkt sind, sondern »Herzblut«, das die ganze Vielfalt dessen zeigt, was uns gegeben ist.

Reiler Mullay-Hofberg

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