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"Made in Germany" - Von Kette und Schuss bis zum Edelprodukt

20.03.2014

WEINSTOFF Eva Wenke

"Made in Germany" - Von Kette und Schuss bis zum Edelprodukt

Wichtige Aspekte bei Weinstoff-Produkten: Funktionalität, Qualität und Nachhaltigkeit


Das hat was! Der Griff nach dem Stoff, das Fühlen und Abwägen zwischen den Fingern, die Suche nach dem Etikett – ist das nicht typisch, wenn man Qualität ertasten will? Welches Material ist es? Wie ist es zu pflegen? Ist es waschbar und bei wie viel Grad? Und nicht zum Schluss: Wo ist es hergestellt – sprich „Made in.....“. Diese Herkunftsbezeichnung hat schon Geschichte und diente Ende des 19. Jahrhunderts Großbritannien zum Schutz vor billiger Importware. Heute kommt „Made in Germany“ einem Gütesiegel gleich, das für viele Käufer eine große Entscheidungshilfe ist. Eigenschaften und Bestandteile einer Ware, die ihren Ursprung deutschen Leistungen verdankt, gewinnen in den Augen der Interessenten an Wert.


Diesen Wertvorstellungen qualitätsbewusster Menschen hat sich Weinstoff verschrieben und orientiert sich bei der Produktauswahl an einer modernen, klassischen Formsprache, an Funktionalität und Qualität und an dem Anspruch an Nachhaltigkeit. Was heißt das für das Unternehmen: Vorwiegend werden die Stoffe in Deutschland bzw. im nahen europäischen Ausland produziert. Fertigung und Weiterverarbeitung liegen in deutscher Hand, auch der kürzeren Transportstrecken wegen, und erhalten damit Arbeitsplätze. Die Lieferanten entsprechen den Qualitätsvorstellungen von Weinstoff. Die Materialien, übrig gebliebene vom Verschnitt oder ausgediente, kommen meist in den Kreislauf der Wiederverwertbarkeit.


Verfolgt man den Werdegang vom Garn über Kette und Schuss bis zum fertigen Gewebe, so wird klar, mit welcher Sorgfalt an den Webstühlen gearbeitet werden muss. Kaum vorstellbar, dass früher die Weber ein Vielfaches an Zeit gebraucht haben, um Hunderte von Metern Stoff zu produzieren. Aber auch in dieses Gebiet zog die Industrialisierung ein. Standen einst mindestens zwei Personen an einem Webstuhl, wie auf manchen Stahl- oder Kupferstichen zu sehen, so sind es heute vielleicht zwei, die eine ganze Halle mit etlichen Maschinen im Auge behalten. Denn nach Lochkarte und Dampf hat auch hier die Elektronik das Ruder übernommen. CDs mit dem vorgegebenen Muster werden eingelegt, der Einschaltknopf betätigt und dann klappert der Webstuhl, wie von Geisterhand geführt. Mit Hilfe der modernen Technik werden so Produktion wirtschaftlich rentabel und Endprodukte bezahlbar.


Weinstoff arbeitet mit Webereien zusammen, die im Wesentlichen für Taschen und Polsterartikel Gobelinstoffe aus weitestgehend Baumwolle mit etwas Polyamid- und Polyesteranteil, aber auch Stoffe aus Polyacryl und Polyester mit Fleckschutzausrüstung herstellen. Helmut Drießen, Geschäftsführender Gesellschafter der Schlitzer Leinen-Industrie, hat einen ganz neuen Stoff in Cremeweiß mit dem bisherigen Rebsortenmuster herausgebracht, der im Gegensatz zu Baumwolle und Halbleinen „bügelarm“ ist. Das wird vor allem jene Kunden interessieren, die bei der Stoffwahl auch die Pflege berücksichtigen müssen. Denn diesen Stoff kann man bügeln, muss es aber nicht. Wie praktisch!


Für Tischsets, Läufer und viele andere Accessoires kommt neben Leinen und reiner Baumwolle auch ein Stoff aus 100 Prozent Polyester CS=Trevira CS zum Einsatz, der besonders


pflegeleicht, knitterfrei und auch flammhemmend ist und sich deshalb für öffentliche Bereiche eignet. Dieser Trevira CS ist ein Stoff mit vielen Leben und weltweit der erste, der wiederverwertbar ist. Der Hersteller hat dazu ein umweltfreundliches chemisches Optimierungsverfahren entwickelt. Am Ende eines langen Produktlebens kann der eigens für Weinstoff hergestellte Stoff anstatt entsorgt einer Wiederverwertung zugeführt und rückstandsfrei als neues Produkt eingesetzt werden. Ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit.


Bio ist in, auch in der Hotel-Szene. Inzwischen gibt es in europäischen Ländern schon rund 100 Bio-Hotels – Tendenz steigend, wie der Verein der Bio-Hotels vermeldet hat. Diesen Häusern ist eines gemeinsam: Sie arbeiten rundherum nach den umweltbewussten Richtlinien des Vereins, sie alle verbindet der verantwortungsbewusste Umgang mit der Natur und ihren Ressourcen. Von der effizienten Energienutzung über die konsequente Mülltrennung und Müllvermeidung bis hin zur baubiologisch geprägten Einrichtung reicht ihre Philosophie. Für diese Hotelsparte sind recyclebare Stoffe ein Thema.


Auf kurzen Wegen und schnell erreichbar, arbeitet Eva Wenke mit den Unternehmen zusammen, die aus den vielen Stoffballen mit den verschiedenen Motiven und unterschiedlichen Farbkombinationen ihre Ideen in Produkte umsetzen. Unter Petra Ks. Händen werden die geschmeidigen Stoffe zu Tischwäsche wie Sets, Servietten, Tischläufer sowie große und kleine Stoffkörbchen zum Wenden. Flaschentaschen, Kissen, Wärmflaschen und Schlüsselbänder, Schürzen und Geschirrtücher gehören auch zu ihrem Näh-Sortiment. Dabei macht es ihr zusätzlich Spaß, unterwegs Ideen zu sammeln und sie Eva Wenke für neue Produkte vorzuschlagen und anzubieten. Die Schlüsselbänder sind ein solches Beispiel, als eines Tages unter den Stoffresten Namen von Rebsorten herumlagen. Heute sind sie ein Renner.


Bleibt noch der Bereich der Taschen und Täschchen! Die Spezialität von Gerlinde S., die vor über 40 Jahren mit dem Nähen eines Turbans ihr Unternehmen ins Leben gerufen hat, ist vorwiegend die Verarbeitung von Gobelinstoffen. In ihren Räumen werden die Stoffbahnen der Produktgröße entsprechend erst zugeschnitten und dann die Modelle nach vorgegebenen Mustern gestanzt. Diese Einzelteile, zu denen noch Flies und Futter gehören, gibt sie außer Haus. Früher hatte sie etwa 60 Näherinnen, die ihre Stoffe in Heimarbeit zusammensetzten, heute sind es noch etwa 20. Nimmt man die Taschen etwas genauer unter die Lupe, dann weiß man deutsche Wertarbeit zu schätzen. Die Nähte kerzengerade, Reißverschlüsse feinsäuberlich eingepasst und alles bestens vernäht. Dass bei ihr natürlich Wirtschaftlichkeit ebenso angesagt ist wie bei den anderen, ist selbstverständlich. Denn Stoffreste, die zwangsweise auch mal übrig bleiben, werden verarbeitet und entpuppen sich zum Anhänger, einem Schminktäschchen oder auch einem Minitäschchen für den Parkgroschen. Nicht Verwendbares wird dem Recyclingkreislauf zugeführt, damit Verwertbares wieder zu einem neuen Produkt entsteht und damit die Umwelt geschont wird.


Eva Wenke nimmt das Thema Umwelt in ihrem Unternehmen Weinstoff sehr ernst. Von Anbeginn war es ihr wichtig, hochwertige Produkte zu fertigen. Eine entscheidende Rolle spielte und spielt immer noch die Qualität des Stoffes. Für sie war es auch von Bedeutung, unter ihren Lieferanten Partner zu wissen, die mit ihrem Ansinnen gleichziehen und für die Wirtschaftlichkeit, Wiederverwertbarkeit und Nachhaltigkeit ebenso vorrangige Aspekte sind wie für sie.


Diese Presse-Information sowie Fotos können auch unter www.weinstoff.de/presse heruntergeladen werden.


Bad Soden im Taunus


März 2014


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