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Biodynamisch mit Demeter ist gefragt: Weltweit 616 Weingüter zertifiziert

18.03.2014

Demeter e.V.

Biodynamisch mit Demeter ist gefragt: Weltweit 616 Weingüter zertifiziert

 


aum eine Pflanze reagiert so sensibel auf die biodynamischen Anwendungen mit den speziellen Präparaten und der ganzen Hinwendung des Menschen wie der Rebstock und die Trauben. Kaum ein Produkt lässt die Biodynamik so kraftvoll schmecken wie der Wein. Dementsprechend groß ist das Interesse von Winzern, auf biodynamisch nach Demeter-Richtlinien umzustellen. 47 Weingüter gehören dem deutschen Demeter-Verband an, weltweit gibt es mehr als 600 Demeter-Weingüter knapp 8200 Hektar Rebfläche. Sie dürfen mit dem Demeter-Markenzeichen auf die biodynamische Qualität hinweisen, denn sie sind mit ihren Betrieben einem aufwändigen Zertifizierungsprozess unterworfen.


Höchstes Ziel dieser Winzerinnen und Winzer: ist es, mit der Biodynamischen Wirtschaftsweise die Qualität ihrer Weine zu fördern. So entstehen charaktervolle Weine, die bei Wettbewerben und bei Weinfreunden gleichermaßen überzeugen.


Wer nach Demeter-Richtlinien arbeitet, übertrifft die Anforderungen an den Bio-Weinbau noch um einiges: Damit ist nicht nur der Verzicht auf Pestizide und chemische Pflanzenschutzmittel verbunden. Entscheidend ist der Einsatz von Biodynamischen Präparaten. So verbessert das Hornkiesel-Präparat die Lichtqualität der Pflanzen. Dafür wird pulverisiertes Quarz in ein Kuhhorn gefüllt und von Frühjahr bis Herbst im Boden eingegraben, damit es die kosmischen Kräfte speichert. Im Herbst ausgegraben, wird der feine Hornkiesel in Wasser rhythmisch verrührt – dynamisiert - und als Spritzpräparat in feinen Tröpfchen auf den Weinberg verteilt. Ein weiteres zentrales Präparat ist der Hornmist, der wissenschaftlich nachweisbar das Bodenleben fördert. Dafür wird Kuhmist in einem Kuhhorn im Herbst in den Boden eingegraben. Auch diese Präparat-Füllung wird dann dynamisiert und im Frühjahr auf den Weinberg gesprüht. Für den lebendigen Dünger des Weinbergs und seiner Reben sorgt Kompost in Verbindung mit weiteren Präparaten wie etwa Schafgarbe oder Löwenzahn.


Dank des lebendigen Bodenlebens, das dadurch gefördert wird, und durch die ausgeprägte Reifequalität der Pflanzen sorgt die Biodynamische Wirtschaftsweise dafür, das Terroir im Wein geschmacklich voll erlebbar zu machen.


Das hat sich längst herum gesprochen: Weinkritiker loben die komplexen biodynamischen Weine, Winzerseminare zu biodynamischen Themen sind gut besucht, immer mehr Winzer schließen sich Demeter an.


Demeter International (www.demeter.net) hat die Standards für den zertifizierten biodynamischen Weinbau festgelegt: Grundlage ist eine ganzheitliche Naturbetrachtung, die über rein naturwissenschaftliche Erkenntnisse hinausgeht. Ziel ist es, die Bodenfruchtbarkeit und die Lebensprozesse zu stärken und zu harmonisieren, selbst regulierende Kräfte im Naturhaushalt zu unterstützen. So kann eine charaktervolle Qualität erzeugt werden. Für die Konsumenten soll es ein Maximum an Transparenz über Ursprung und Erzeugung von Demeter-Weinen geben.


Die Umstellungszeit für Betriebe dauert in der Regel drei Jahre. Eine nachgewiesene ökologische oder extensive Vorbewirtschaftung kann den Zeitraum bis zur Demeter-Zertifizierung verkürzen.


Nur zertifizierte Demeter-Betriebe können das Produktversprechen der biodynamischen Qualität nachvollziehbar erfüllen.


Friedemann Wecker ist der Ansprechpartner bei Demeter für Winzer und interessierte Umsteller. Der Öko-Agrarwissenschaftler betreut die Fachgruppe Weinbau. Durch eine enge Kooperation zwischen Demeter und ECOVIN setzen sich die beiden Verbände gemeinsam für Fortbildung, Qualitätsarbeit und Austausch ein. Viele Winzer haben eine Doppelmitgliedschaft und nutzen die Vorteile zweier starker Verbände. ECOVIN ist der größte Spezialverband für ökologischen Weinbau, Demeter steht für den immer stärker gefragten zertifizierten biodynamischen Weinbau.


 


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Renée Herrnkind


Brandschneise 1 | 64295 Darmstadt


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