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Geografie und Geschichte

13.03.2014

Consorzio Tutela Vini Montefalco

Geografie und Geschichte

Montefalco - Umbria

Montefalco ist nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch geografisch das Herz der Valle Umbra. Sieht man nach oben, so erkennt man von jedem Punkt des Tales aus den Berghügel von Montefalco. Von dort hat man dann wiederum einen herrlichen Blick auf die Monti Martani, den Subasio und die Appenninen sowie die Städte Spoleto, Trevi, Foligno und Assisi. In Montefalco selbst führen alle Straßen innerhalb der aus dem 13. Jahrhundert stammenden Stadtmauer zur zentralen Piazza.
Nur in ganz wenigen Städten Italiens wurde wie in Montefalco der Weinbau auch innerhalb der Mauern betrieben. Ein Besuch der Stadt lässt somit auch einen Einblick in die Geschichte des Weinbaus und der Landwirtschaft dieser Region gewinnen. Beispiel dafür sind die Fresken des Malers Benozzo Gozzoli in der ehemaligen Kirche des Hl. Franziskus, die heute ein Museum ist.
Die Qualität der Weine im “Municipium Mevana”, zu dem Montefalco in der Antike gehörte, hatte bereits Plinius der Ältere in seiner “storia naturale” als “peculiaris” also hervorragend beschrieben. Die Sagrantinorebe aber wurde höchstwahrscheinlich im 15. Jahrhundert von Franziskanermönchen, die von ihren Pilgerreisen nach Kleinasien zurückkehrten, nach Montefalco gebracht. Die äußerst widerstandsfähige, gesunde Traube eignet sich hervorragend zum Antrocken (appassimento) und damit zur Bereitung von langlebigen Süßweinen. Diese Weine wurden als Messwein eingesetzt, daher auch der Name (vino sacro, Sagrantino). Später verbreitete sich die Sorte auch außerhalb der Klostermauern und wird aber seit 600 Jahren lediglich in einem eng umgrenzten Gebiet angebaut. Es entspricht dem heutigen Gebiet der DOC und umfaßt die Gemeinden, Bevagna, Castel Ritaldi, Giano dell’Umbria, Gualdo Cattaneo und natürlich Montefalco. Dass Weinbau innerhalb der Stadt betrieben wurde, geht erstmals aus einer Urkunde des Jahres 1088 hervor. Im Mittelalter war Montefalco eine bedeutende Ansiedlung. 1185 hielt sich Kaiser Friedrich Barbarossa hier auf und im Jahre 1240 sein Enkel Friedrich der Zweite. Er war ein großer Liebhaber der Falkenjagd und der Name Montefalco stammt aus dieser Zeit.


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