11.02.2013

Moldova Wine Guild

Weine aus Moldawien: viel „Value for money“

Cricova
Kaum ein Land auf der Welt ist so vom Wein geprägt wie das kleine Moldawien: 107.800 Hektar Weinberge ziehen sich durch die nur 33.843 Quadratkilometer große einstige Sowjetrepublik - das ist ungefähr gleich viel Rebfläche wie ganz Deutschland allein auf die Fläche von Baden-Württemberg konzentriert. Enorme Summen wurden in den vergangenen Jahren in Kellertechnik und Weinberge investiert, um die Qualität zu steigern. Das Ergebnis dieser Anstrengungen lässt sich auf der ProWein 2013 vom 24. – 26. März in Düsseldorf begutachten: eine Rekordzahl von 15 Weingütern präsentiert am Stand B 50 in Halle 6 insgesamt 133 Kreszenzen. Und: Bei zwei kommentierten Verkostungen am Sonntag, 24. März, und Montag, 25. März, jeweils um 11.00 Uhr im ProWein-Forum in Halle 7.1 wird der renommierte Weinjournalist und Moldawien-Kenner Rudolf Knoll die besten Weißen, Roten und Rosés vorstellen.

Das kleine Moldawien war der wichtigste Weinlieferant des einstigen roten Riesenreiches und verfügt mit Cricova und Milestii Mici über die größten Weinkeller der Welt: 125 Kilometer unterirdische Tunnels und Stollen, dazu eine Kollektion mit zwei Millionen historischer Flaschen. Dank mildem Klima und fruchtbarer Böden gedeihen in Moldawien Obst, Gemüse und Weintrauben in bester Qualität. Neben den einheimischen Sorten wie Feteasca Alba, Feteasca Regala, Rkatsiteli, Rara Neagra, Bastardo, Saperavi und Feteasca Neagra werden vor allem die internationalen Klassiker Chardonnay, Sauvignon Blanc, Aligoté, Pinot Grigio, Merlot, Cabernet Sauvignon und Pinot Noir angebaut, aber auch Spezialitäten wie Riesling, Traminer und Muskateller. Selbst Eiswein ist neuerdings im Angebot.

Neben den sechs Betrieben, die 2007 die Moldova Wine Guild gegründet haben (Acorex, Lion Gri, Chateau Vartely, DK-Intertrade und Vinaria Bostavan), stellen neun weitere Weingüter auf der ProWein 2013 aus: MoldNord, Salcuta, Doina Vin, Fautor, Basavin, Migdal P, Tiganca, Bulbacoa und Cimislia. Bedingt durch die unterschiedliche Größe und Struktur der Betriebe kann Moldawien heute Weine für jede Vermarktungsschiene anbieten – aber immer mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis: „Value for money“. Zahlreiche Medaillen bei internationalen Wettbewerben in jüngster Zeit belegen die Qualitätsrevolution, die in den letzten fünf, sechs Jahren in dem kleinen Land zwischen Rumänien und der Ukraine stattgefunden hat. Und seit dem russischen Embargo 2006 hat sich die bis dato weitgehend unbekannte Weindestination im Osten zielstrebig neue Absatzmärkte in Westeuropa und Übersee erschlossen. 85 Prozent der Produktion werden heute exportiert, unter anderem nach Polen, Tschechien, China, Rumänien, USA und Deutschland.

Weitere Informationen: www.mwg.md