19.03.2010

Champagne Gosset

Die Reben, die Böden und Jean-Pierre, der Kellermeister von Champagne Gosset

In den fruchtbaren und sonnenreflektierenden Kreideböden der Champagne liegt das erste Geheimnis des Champagners. Hier finden sich die optimalen Voraussetzungen für das Gedeihen der Reben. Denn diese Böden, von einer dünnen Humusschicht bedeckt, speichern tagsüber die Wärme der Sonne und geben sie nachts peu à peu wieder ab; sie sind porös und sorgen so für eine gleichmäßige Verteilung des Regenwassers und verhindern Staunässe.

Das zweite Geheimnis liegt in der Beschränkung auf drei Rebsorten, die zur Champagnerherstellung zugelassen sind. Dies sind Pinot Noir und Pinot Meunier, die, weiß gekeltert, dem Champagner Kraft und Körper verleihen, und der weiße Chardonnay, der Rasse und Frische bringt.

So gar nichts Geheimnisvolles steckt nun in dem eigentlichen Herstellungs-procedere, in dessen Fortgang sich der Traubenmost in prickelnden Champagner verwandelt. Grundsätzlich gilt: Nur die erste Pressung der von Hand gelesenen Trauben ist gut genug für Champagne Gosset. Darüber wacht, wie schon sein Vater, Jean-Pierre Mareigner, der Kellermeister von Champagne Gosset und selektiert das Traubengut aus den Grand-Crus- und Premiers-Crus-Lagen der Montagne de Reims, der Côte des Blancs und dem Vallée de la Marne. Im Laufe der langen Wintermonate stellt er die Cuvées zusammen.

Für Champagne Gosset zählen vor allem Weine, die frisch, elegant und säurebetont sind sowie Weine mit viel Körper und von guter Alterungsfähigkeit. Das Traubengut muss eine durchschnittliche Klassifizierung von 95 % auf der offiziellen Skala der Weinlagen der Champagne aufweisen können.


Eine Besonderheit von Champagne Gosset ist der konsequente Verzicht auf die malolaktische Gärung, die sog. Milchsäuregärung. Dieser biologische Säureabbau verwandelt die stärkere Apfelsäure in milde Milchsäure, um insgesamt den Säuregehalt des Weines zu senken. Dazu Jean-Pierre Mareigner: „Unsere Champagner sollen ihre kräftige Säurestruktur bewahren und damit ihre Kraft, Frische und Frucht. Und sie sind lange lagerfähig.“ Ein weiterer „Nebeneffekt“ des Verzichts auf die malolaktische Gärung ist, dass die zweite Gärung in der Flasche länger andauert. Dadurch werden die Perlen feiner, filigraner, deren Anzahl aber nicht geringer. Es kann bei den Champagner-Qualitäten von Gosset sogar so sein, dass Perlen im Glas kaum sichtbar sind, was ungeübte Genießer oft in Erstaunen versetzt.

Die Cuvées werden dann abgefüllt, sodass nach der Zugabe von Zucker und Champagnerhefe die zweite Gärung stattfinden kann. Die Flaschen werden hermetisch mit Kronkorken bzw. mit Naturkorken (bei der Magnum, der Jeroboam und Methusalem) verschlossen und in Kellern bei einer Temperatur von 12°C gelagert.

Während des Gärprozesses verwandelt die Hefe den Zucker vollständig in Alkohol und prickelnde Kohlensäure. Durch die sich anschließende sogenannte Autolyse (Zersetzung der Hefezellen) bilden sich die typischen Champagneraromen. In der durchschnittlich vier Jahre dauernden Reifezeit des Champagners auf der Hefe entwickelt sich seine komplexe geschmackliche Fülle.

Die abgestorbenen Hefezellen, der Gärungsrückstand (das Depôt), müssen nun aus den Flaschen entfernt werden. Dazu werden diese gerüttelt und langsam immer steiler senkrecht gestellt, bis sich der Hefesatz im Flaschenhals abgelagert hat und degorgiert werden kann.

Danach wird mit Versanddosage, bestehend aus besonderen Weinen und etwas Likör, aufgefüllt, ein hochwertiger Naturkorken verschließt die Flaschen.




Vor dem Export in alle Welt lagern diese noch mehrere Wochen in der Kühle und Ruhe der Keller von Champagne Gosset. Die hochwertigen Qualitäten Gosset CELEBRIS, die Millésimes, den Grand Rosé und die Grande Réserve füllt Champagne Gosset exklusiv in die Antikflasche ab, die eine Replik der schon im 18. Jahrhundert verwendeten Flasche ist.

Dem letzten Geheimnis des Champagners kommt man dann beim ersten Schluck aus dem Glas auf die Spur.

www.champagne-gosset.com

Pressekontakt: H + P Public Relations GmbH, Brigitte Huebner, Dr. Anne Pompé,
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