07.03.2016

Consorzio Tutela Vini Montefalco

DIE WEINE. DIE REGION.

Ein sanftes Hügelland im Zentrum Italiens in der Region Umbrien gelegen. Ein Gebiet von herausragenden geologischen Eigenschaften, wie geschaffen zur Erzeugung einzigartiger Weine. Montefalco mit seinen Gemeinden Bevagna, Castel Ritaldi, Giano dell’Umbria und Gualdo Cattaneo ist das Zentrum dieses Weinanbaugebietes, dessen Wurzeln bis in die Römerzeit zurückreichen.


Aushängeschild der Region ist der Sagrantino di Montefalco DOCG, gewonnen aus der gleichnamigen autochthonen Rebsorte Sagrantino. Franziskanermönche aus Kleinasien brachten sie in die Region. Die Weine wurden lange Zeit als Messwein verwendet, daher auch der Name (vino sacro, Sagrantino). Später wurden die Reben auch außerhalb der Klostermauern angebaut, wie seit nunmehr 600 Jahren immer noch im eng umgrenzten Gebiet Montefalco DOC. Die Sagrantino-Rebe ist reich an Polyphenolen und Tanninen, die dem Wein Struktur und Langlebigkeit verleihen. Der Sagrantino zeichnet sich durch seine rubin- bis granatrote Farbe und sein Brombeer-Bouquet aus. Auch wenn heute die Weine zunehmend trocken ausgebaut werden, gibt es immer noch den Süßwein Passito, hergestellt aus Trauben, die über Monate auf Holzgittern trocknen. Die äußerst widerstandsfähige Sagrantino-Traube eignet sich hervorragend für diesen Trocknungsprozess, der dem Wein seine Süße belässt.


Der Sagrantino reift mindestens 37 Monate, die trocken ausgebaute Variante davon 12 Monate in Holzfässern. Er ist idealer Begleiter der traditionellen umbrischen Küche. Der trockene Sagrantino zu Fleisch und Wild; der Sagrantino Passito zu den typischen Desserts wie Rocciata, dem Mürbteigkuchen mit Brombeeren und Weichseln, und zu Käse, wie dem Parmesan.


Rosso und Bianco di Montefalco


Im DOC-Anbaugebiet von Montefalco werden auch Rosso di Montefalco und Bianco di Montefalco hergestellt, der Rotwein größtenteils aus Sangiovese mit einem Anteil von 10 – 15 Prozent Sagrantino. Rosso di Montefalco ist rubinrot und zeigt ein intensives Bouquet nach reifen Pflaumen. Am Gaumen entwickelt der Wein einen großzügigen Körper, er ist trocken und hat perfekte Tannine. Ein geringer Anteil an Rosso di Montefalco ist für die Produktion der „Riserva” bestimmt. Diese wird für mindestens 30 Monate ausgebaut, davon 12 Monate in Eichenfässern. Der Rosso di Montefalco ist ideal zu deftigen Gerichten, Fleisch, Wurstwaren, Käse.


Der Bianco di Montefalco, gewonnen aus den Rebsorten Grechetto und Trebbiano, zeichnet sich durch eine strohgelbe Farbe mit leicht grünlichen Nuancen aus. Das Bouquet ist frisch und duftet nach weißen Blüten und Früchten, allen voran nach Apfel. Am Gaumen präsentiert er sich trocken, frisch und ausgeglichen. Der Bianco di Montefalco passt zu allen Nudel- und Reisgerichten.


Montefalco


Die Stadt wird aufgrund ihrer exponierten Lage oben auf einem Hügel als der „Balkon Umbriens” bezeichnet. Montefalco ist nicht nur im übertragenen Sinne, sondern auch geografisch das Herz der Valle Umbra. Sieht man nach oben, so erkennt man von jedem Punkt des Tales aus den Berghügel von Montefalco. Von dort hat man dann wiederum einen herrlichen Blick auf die Monti Martani, den Subasio und den Apennin sowie die Städte Spoleto, Trevi, Foligno und Assisi. Nur in ganz wenigen Städten Italiens wurde wie in Montefalco der Weinbau auch innerhalb der Mauern betrieben. Ein Besuch der Stadt lässt somit auch einen Einblick in die Geschichte des Weinbaus und der Landwirtschaft dieser Region gewinnen.


Dass Weinbau innerhalb der Stadt betrieben wurde, geht erstmals aus einer Urkunde des Jahres 1088 hervor. Im Mittelalter war Montefalco eine bedeutende Ansiedlung. 1185 hielt sich Kaiser Friedrich Barbarossa hier auf und im Jahre 1240 sein Enkel Friedrich II. Er war ein großer Liebhaber der Falkenjagd, und der Name Montefalco stammt aus dieser Zeit.




Ausstellerdatenblatt