04.03.2015

Bibo & Runge Wein GmbH & Co. KG

Bibo Runge Weine- Die Kunst der Langsamkeit

Was bringt die Unterscheidung nach Weinlagen und Böden, wenn man der Traube nicht die Zeit gibt das Wesen des Terroirs an den Most bzw. den Wein abzugeben? Diese Frage stellten sich die Weinmacher Walter Bibo und Kai Runge und haben ihre Antwort darauf gleich parat: Bibo-Runge Weinen wird Zeit gegeben. Dazu gehören das traditionelle Korbpressverfahren, welches vier Mal so lange dauert wie übliche Verfahren und Maischestandzeiten von mindestens 14 bis 24 Stunden.


Bei diesem traditionellen Pressverfahren lösen während der Standzeiten Enzyme auf natürlichem Weg das Fruchtmark der Beere auf, sodass der Saft beim Pressen frei unter leichtem Druck abfließen kann. Er enthält wesentlich weniger Trübstoffe als bei einer gewöhnlichen Presse, da sich der Most durch die Enzymwirkung fast vollständig klärt. Außer einer Bentonitschönung gegen Eiweiß ist nichts weiter nötig, um einen hervorragenden Most zu gewinnen. Das Pressverfahren dauert zwischen vier bis sechs Stunden.


Anschließend werden die klaren Moste in kleinen, für die Region typischen Eichenholzfässern (2.400 Liter Doppelstück, 1.200 Liter Stück, 600 Liter Halbstück) und Edelstahlgebinden (1.300 Liter – 2.600 Liter) vergoren. Allen Mosten und Weinen gilt die gleiche Sorgfalt nach gleichem Grundprinzip. Die im Edelstahl vergorenen Weine werden später in die Holzfässer zur Reifung umgelagert. Wie bei allen Obstsorten befindet sich in der Schale der Traube der Großteil der Aromen. Diese bilden die Grundstoffe für das Bukett während der Gärung. Bei Bibo-Runge-Wein kommt die Qualität der Trauben unverfälscht auf die Flasche.


Die Vielfalt an Weinen, die dabei im Keller entstehen, spiegeln die Facetten des Rheingaus von Walluf bis Winkel wieder. Ziel ist es, nur beste Weine zu erzeugen. Deshalb liegt der Fokus der beiden Weinmacher auf der handwerklichen Sorgfalt und Pflege der Jungweine Der Assemblage der verschiedenen Jungweine kommt eine große Bedeutung zu.
Die einzelnen Lagen sind aus Sicht von Bibo und Runge zweitrangig. Entscheidend ist die regionale Prägung der Weine.


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